EuRegio-Kleinprojekt (BY-175) „Grenzüberschreitende Fahrradberatung Laufen-Oberndorf“ gefördert durch den Kleinprojektefonds (INTERREG V) - Ausschreibung

Das Fahrrad zählt zu den umweltfreundlichsten und energieschonendsten Fortbewegungsmitteln während die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs (MIV) gegenwärtig Staus und unnötige Umweltbelastung verursacht. Im Klimaschutzkonzept und im Verkehrskonzept des Landkreises Berchtesgadener Land und der Radstrategie des Landes Salzburg wird im Handlungsfeld „Verkehr“ empfohlen, optimale Bedingungen für den Radverkehr zu schaffen und spezifische Bedürfnisse der Radgruppen zu berücksichtigen.

Die durch die Salzach getrennten Städte Oberndorf (Salzburg) und Laufen (Bayern) haben zum einen eine starke Luft- und Lärmbelastung durch den motorisierten Grenzverkehr entlang der Salzachbrücke zwischen Laufen und Oberndorf (die nächste Querungsmöglichkeit zwischen Bayern und dem Land Salzburg ist knapp 15 km entfernt), zum anderen bilden die Grenzgemeinden ein gemeinsames Stadtgebiet im Rahmen eines gemeinsamen Mittelzentrums mit Einrichtungen der Bildung, Gesundheit und Freizeit.

Die Siedlungsentwicklung im Grenzraum Salzburg/Bayern soll in den nächsten 15-20 Jahren entlang der ÖPNV-Achsen stattfinden, die Büro- und Gewerbeflächen sollen ebenso in Hinblick auf Verkehrsanbindungen optimiert werden. Hierzu gehört ganz klar eine Berücksichtigung des Rads als Mobilitätsalternative zum Auto bzw. als Ergänzung zum ÖPNV zwischen den beiden Grenzgemeinden und darüber hinaus (Intermodaler Verkehr im ländliche Raum).

Die Stadtgemeinde Oberndorf und die Stadt Laufen sind seit jeher eng miteinander verbunden und arbeiten bereits seit vielen Jahren in den verschiedensten Bereichen und diversen Projektfeldern sehr eng und intensiv zusammen. So ist im Rahmen der Zusammenarbeit zu Verkehrsthemen (insbesondere Verkehrsbelastung) auch das Thema „Radverkehr“ ein für beide Kommunen wichtiges Handlungsfeld. Bereits seit längerer Zeit werden kontinuierlich und regelmäßig sowohl in der Stadt Laufen und der Stadtgemeinde Oberndorf als auch gemeinsam die grundsätzlichen Möglichkeiten zur Verbesserung der „Fahrradsituation“ diskutiert.

Ein gemeinsames Programm zur Verbesserung der Radfahrsituation fördert den grenzüberschreitenden Austausch und Probleme individueller Gemeindeinfrastruktur werden zu gemeinsamen Problemen, die wiederum zu gemeinsamen grenzüberschreitenden Lösungen animieren (z.B. gemeinsamer durchgehender Radverkehrsbereich etc.). Eine große Rolle spielt dabei auch das „Voneinander Lernen“ in Bezug auf Unterstützung des Radverkehrs (sowohl in der Infrastruktur als auch bei Bewusstseinsbildenden Maßnahmen).

Nun liegt es in der Absicht der beiden Kommunen, gemeinsam Akzente zu diesem Thema zu setzen, den Radverkehr attraktiver zu gestalten und damit mehr Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung des Fahrrads zu animieren.

AUSCHREIBUNGSGRUNDLAGEN

Diese Ausschreibung regelt alle Fragen im Zusammenhang mit der Vergabe der Dienstleistung zur Konzeption „Grenzüberschreitende Fahrradberatung Laufen-Oberndorf“ zwischen der vergebenden Stelle und dem Bieter wie folgt beschrieben. Die Vergabe der gegenständlichen Leistungen erfolgt nach den Bestimmungen und Vorschriften des Vergaberechts für den Unterschwellenbereich als Direktvergabe.

Die ausschreibende Stelle erwartet sich die Bearbeitung folgender wesentlicher Inhalte:

Durchführung eines BYPAD-Prozesses – Bycycle Policy Audit (Auditierungs-Verfahren)

Gemeinsame Start-Veranstaltung mit den Arbeitsgruppen aus den beiden Gemeinden, die aus Vertretern aus Politik, Verwaltung und Alltagsradelnden besteht: Erläuterung der Vorgangsweise, fachlicher Input, Analyse der IST-Situation. Die Einladung dazu erfolgt durch die Gemeinden

Rad-Lokalaugenschein: Besichtigung der Infrastruktur vor Ort und gemeinsame Überlegungen zur Optimierung (in jeder Gemeinde separat mit den Arbeitsgruppen der Gemeinden). Einladung dazu erfolgt durch die Gemeinden

Gemeinsamer grenzüberschreitender Maßnahmenworkshop mit den Arbeitsgruppen aus beiden Gemeinden zur Erarbeitung von Maßnahmen zur Förderung des Alltagsradverkehrs. Einladung dazu erfolgt durch die Gemeinden

Erstellung eines Fahrradumsetzungsplans mit den Gemeinden (konkrete Maßnahmen und Zuständigkeiten werden festgelegt)

Die beiden teilnehmenden Gemeinden erhalten Teilnahmezertifikate (Auszeichnung)

Die gesamte Ausschreibung entnehmen Sie bitte der beigefügten PDF-Datei.

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